Gemüsechips in der Heißluftfritteuse

Chips in der Heißluftfritteuse gelingen auch aus Gemüse, und zwar mit nur 1 EL Öl für den ganzen Korb. Rote Bete, Karotte und Pastinake werden bei niedriger Temperatur langsam trocken und knusprig, statt zu verbrennen. Hier lernst du, wie dünn du schneiden musst und woran du merkst, dass die Chips fertig sind.

Zum Rezept
Holzschüssel mit bunten dünnen Gemüsechips aus Rote Bete, Möhre und Pastinake, daneben ein Schälchen Joghurt-Dip
Temperatur
160°C
Gesamtzeit
45Min.
Vorbereitung
20Min.
Portionen
3
Pro Portion
120kcal

Warum der Airfryer für Gemüsechips so gut funktioniert

Chips sind im Kern dehydriertes Gemüse mit etwas Fett. Das Wasser muss aus den Zellen, ohne dass die Scheibe verbrennt. Genau das leistet die trockene, zirkulierende Luft im Airfryer: Sie nimmt die Feuchtigkeit von der Oberfläche mit und trocknet die Scheiben bei niedriger Temperatur gleichmäßig durch. Im Backofen dauert das länger und braucht Wenden, in der Fritteuse landet viel Öl auf dem Gemüse.

Wichtig ist die Temperatur. Wer Chips in der Heißluftfritteuse zu heiß macht, bekommt außen braune Ränder und innen weiche Mitte, denn der Zucker in Rote Bete und Karotte karamellisiert schnell. Bei 160 °C bleibt genug Zeit, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Dieses Rezept ist für Gemüsechips gedacht – wenn du klassische Chips aus Kartoffeln möchtest, findest du sie unter Kartoffelchips im Airfryer.

So machst du Gemüsechips im Airfryer

Tippe auf eine Zeit, um einen Timer zu starten.

  1. Gemüse hobeln Schäle Rote Bete, Karotten und Pastinake und hobele sie mit einem Gemüsehobel in 1–2 mm dünne Scheiben. Jede Sorte kommt in eine eigene Schüssel, weil sie unterschiedlich schnell trocknen.
  2. Trocken tupfen Verteile die Scheiben auf Küchenpapier und tupfe sie ab. Rote Bete gibt viel Saft ab – lass sie liegen und tupfe sie ein zweites Mal ab. Je trockener die Scheiben sind, desto knuspriger werden die Chips.
  3. Würzen Vermenge jede Sorte mit einem Teil des Öls, Salz und Paprikapulver. Die Scheiben sollen nur hauchdünn glänzen, nicht tropfen.
  4. Garen Heize den Airfryer auf 160 °C vor. Lege die Scheiben in einer einzigen Lage in den Korb, ohne dass sie sich überlappen, und gare sie . Schüttle den Korb nach und nimm Karotten und Pastinake heraus, sobald sie sich zusammenrollen und goldgelb sind.
  5. Nachtrocknen Gare Rote Bete bei Bedarf länger. Lege alle Chips zum Auskühlen auf ein Gitter. Erst nach etwa werden sie richtig knusprig.

Zeiten und Temperaturen

GemüsechipsTemperaturZeit
Rote Bete, 1–2 mmVorher 10 min trocknen lassen160 °C14–15 min
Karotte, 1–2 mm160 °C10–12 min
Pastinake, 1–2 mmNach 6 min schütteln160 °C10–12 min
Süßkartoffel, 2 mm160 °C12–14 min
GrünkohlchipsGut trocknen, nur 1 TL Öl150 °C5–7 min

Die Zeiten sind Richtwerte und hängen von Größe und Leistung deines Airfryers ab. Siehe auch Zeiten und Temperaturen für alle Gerichte.

Tipps

  • Gleichmäßig hobeln. Schon 1 mm Unterschied entscheidet, ob eine Scheibe nach 10 oder nach 14 Minuten fertig ist. Ein Gemüsehobel mit Einstellung ist die beste Hilfe.
  • Sorten getrennt garen. Rote Bete braucht länger als Karotte und Pastinake. Wer alles mischt, nimmt die fertigen Chips einfach zwischendurch heraus.
  • Erst nach dem Auskühlen urteilen. Frisch aus dem Korb sind Gemüsechips noch biegsam. Die Knusprigkeit entsteht beim Abkühlen auf dem Gitter.

Servieren

Gemüsechips schmecken pur als Snack, zu einem Joghurt-Kräuter-Dip oder als Topping auf Suppen und Salat. Passend dazu gibt es Karotten aus dem Airfryer als warme Beilage oder Zucchini für den nächsten Durchgang. Wer Chips in der Heißluftfritteuse vorbereitet, kann sie schon am Nachmittag machen und am Abend servieren.

Aufbewahren und Aufwärmen

Vollständig ausgekühlte Chips halten sich in einer luftdichten Dose 2–3 Tage knusprig. Werden sie weich, gib sie bei 150 °C 2–3 Minuten zurück in den Airfryer und lass sie danach noch einmal auf einem Gitter auskühlen. Bewahre sie nicht im Kühlschrank auf, dort ziehen sie Feuchtigkeit.

Variationen

  • Süßkartoffelchips: Hobele eine Süßkartoffel auf 2 mm und gare sie 12–14 Minuten bei 160 °C. Sie werden etwas weicher am Rand und schmecken mit Zimt und Salz.
  • Kräuter und Parmesan: Streue direkt nach dem Garen 1 EL geriebenen Parmesan und getrockneten Thymian über die Chips (dann nicht vegan, nicht laktosefrei).
  • Würzig mit Chili: Mische ½ TL Chiliflocken und etwas Knoblauchpulver unter das Öl.

Wenn etwas nicht klappt

Die Chips bleiben weich
Die Scheiben waren zu dick oder zu feucht. Hobele auf 1–2 mm, tupfe gründlich ab und gare notfalls 2 Minuten länger. Auch das Auskühlen auf dem Gitter gehört dazu.
Die Ränder sind dunkel, die Mitte ist noch weich
Die Scheiben haben unterschiedliche Dicken. Sortiere beim Schütteln die fertigen Chips aus und gare den Rest weiter. Bleibe bei 160 °C, höhere Temperaturen verbrennen den Zucker im Gemüse.
Die Chips kleben aneinander
Der Korb war zu voll. Gare in mehreren Durchgängen und verteile die Scheiben in einer Lage.

Fragen und Antworten

Wie lange brauchen Chips in der Heißluftfritteuse?

Gemüsechips brauchen bei 160 °C etwa 10–15 Minuten, je nach Sorte und Dicke. Kartoffelchips sind meist etwas schneller fertig und haben ein eigenes Rezept.

Welches Gemüse eignet sich für Chips?

Gut funktionieren Rote Bete, Karotte, Pastinake, Süßkartoffel und Grünkohl. Wasserreiches Gemüse wie Zucchini oder Gurke wird eher zäh als knusprig.

Brauche ich einen Gemüsehobel?

Ein Hobel liefert gleichmäßige Scheiben, und das ist für das Ergebnis entscheidend. Mit einem sehr scharfen Messer geht es auch, ist aber mühsamer und ungleichmäßiger.

Gelingen Chips ohne Öl?

Ja, die Chips werden dann etwas blasser und trockener. Ein leichter Ölfilm hilft Salz und Gewürzen zu haften und sorgt für Farbe.

Wie gefällt dir das Rezept?

4,9 von 5 · 127 Bewertungen