Plätzchen im Airfryer

Plätzchen im Airfryer zu backen ist ehrlich gesagt etwas für kleine Mengen – der Korb fasst pro Durchgang nur 8 bis 10 Stück. Dafür ist das Gerät in drei Minuten heiß, und ein Blech Weihnachtsplätzchen für den Adventssonntag ist schnell erledigt, ohne den großen Backofen anzuwerfen. Hier findest du ein Grundrezept für Butter- und Ausstechplätzchen, dazu Zeiten für Spritzgebäck und Teeplätzchen. Für Cookies und alltägliche Kekse gibt es ein eigenes Rezept.

Zum Rezept
Goldgelbe Butterplätzchen in Sternform, Herzform und Tannenbaumform auf einem Kuchengitter, teils mit Puderzucker bestäubt
Temperatur
150°C
Gesamtzeit
1:55Std.
Vorbereitung
20Min.
Portionen
8
Pro Portion
285kcal

Warum der Airfryer für Plätzchen so gut funktioniert

Weihnachtsplätzchen bestehen aus Mürbeteig, und der verträgt kurze, trockene Hitze sehr gut. Im Airfryer ist die Backkammer winzig, die Luft strömt direkt über die Plätzchen, und sie bräunen in wenigen Minuten gleichmäßig. Für ein paar Plätzchen im Airfryer musst du keinen Ofen vorheizen, und das spart Zeit und Strom. Die Kehrseite: Dünner Mürbeteig bräunt hier auch schneller als im Backofen, deshalb arbeitest du mit niedriger Temperatur und kurzen Zeiten.

Ehrlich gesagt ist ein Korb kein Backblech. Pro Runde backst du nur 8 bis 10 Plätzchen, für 36 Stück sind es vier bis fünf Durchgänge. Das lohnt sich für ein Probeblech, für Plätzchen zwischendurch oder wenn der Backofen belegt ist. Backst du für den ganzen Plätzchenteller, spielt der Backofen seine Stärke aus.

So machst du Plätzchen im Airfryer

Tippe auf eine Zeit, um einen Timer zu starten.

  1. Teig kneten Verknete Mehl, kalte Butter in Stückchen, Puderzucker, Ei, Vanillezucker und Salz rasch zu einem glatten Teig. Wickle ihn in Frischhaltefolie und lege ihn in den Kühlschrank, damit er sich später sauber ausrollen lässt und die Formen halten.
  2. Ausrollen und ausstechen Rolle den Teig portionsweise auf etwas Mehl 4 mm dünn aus und stich Formen von höchstens 5 cm Durchmesser aus. Verrühre Eigelb und Milch und bestreiche die Plätzchen dünn damit. Etwa 36 Plätzchen kommen zusammen.
  3. Vorheizen und auflegen Heize den Airfryer auf 150 °C vor. Schneide ein Stück Backpapier passend zum Korbboden zu und lege 8 Plätzchen mit etwa 1 cm Abstand darauf. Setze das Papier erst mit den Plätzchen in den Korb, sonst hebt die Umluft es an.
  4. Backen Backe jede Runde bei 150 °C. Die Ränder sollen hellgolden sein, die Mitte noch blass. Plätzchen dunkeln beim Abkühlen kaum nach, nimm sie also lieber einen Moment früher heraus als zu spät.
  5. Abkühlen lassen Lass die Plätzchen auf dem Papier ruhen, bis sie fest sind, und lege sie dann auf ein Gitter. Backe die weiteren Runden auf demselben Papier, insgesamt 4 bis 5 Durchgänge. Den restlichen Teig lässt du bis dahin im Kühlschrank.

Zeiten und Temperaturen

PlätzchenTemperaturZeit
Butterplätzchen, 4 mm8 Stück pro Durchgang150 °C7 min
Dicke Ausstechplätzchen, 6 mmNach 5 min prüfen150 °C9–10 min
Teeplätzchen, 3 cm kleinMit Zitronenschale im Teig150 °C6 min
Spritzgebäck, Rosetten oder StangenNur kleine Mengen, Teig weich spritzen150 °C8–10 min
Plätzchen mit MarmeladenfüllungFüllen erst nach dem Backen150 °C7–8 min

Die Zeiten sind Richtwerte und hängen von Größe und Leistung deines Airfryers ab. Siehe auch Zeiten und Temperaturen für alle Gerichte.

Plätzchen oder Kekse?

Wer nach Plätzchen sucht, landet oft bei den Keksen im Airfryer – verwandt, aber nicht dasselbe. Kekse und Cookies sind dicker, weicher in der Mitte und werden bei 160 °C gebacken. Plätzchen sind das klassische Weihnachtsgebäck: dünn ausgerollt, ausgestochen, knusprig und niedriger temperiert. Der Teig ist deshalb fester und enthält mehr Mehl im Verhältnis zur Butter.

Die Grundmasse oben ist ein Butterplätzchen-Teig, aus dem du Sterne, Herzen und Tannenbäume ausstichst. Aus demselben Teig werden mit kleinen Änderungen Teeplätzchen (Zitronenschale im Teig, nur 3 cm groß) und Spritzgebäck. Für Spritzgebäck gibst du 1 Esslöffel Milch mehr in den Teig, damit er sich durch den Spritzbeutel drücken lässt, und spritzt kleine Rosetten oder 5 cm lange Stangen. Wegen der weichen Struktur brauchst du Papier und etwas mehr Abstand.

Tipps

  • Kalt arbeiten. Kalte Butter und gekühlter Teig sorgen für scharfe Kanten. Der Airfryer ist klein, daher lohnt es sich, ausgestochene Plätzchen noch einmal kurz zu kühlen.
  • Gleich dick ausrollen. Plätzchen unterschiedlicher Dicke im selben Korb sind nie gleichzeitig fertig. Nimm im Zweifel Rollstäbe oder zwei Holzleisten als Führung.
  • Ein Probeplätzchen backen. Jeder Airfryer heizt etwas anders. Backe zuerst nur drei Plätzchen, um Zeit und Bräunung zu prüfen, und lege dann die volle Runde auf.

Servieren

Butterplätzchen schmecken pur zu Kaffee oder Tee und lassen sich nach dem Abkühlen mit Zuckerguss, Schokolade oder Marmelade verzieren. Verziere erst, wenn sie ganz kalt sind, sonst läuft die Glasur. Zum Weihnachtsessen kommen sie gut als kleine Nachspeise auf den Tisch; Ideen für das Hauptgericht findest du im Beitrag Weihnachtsessen im Airfryer. Wie du Backpapier sicher im Korb nutzt, steht im Beitrag Backpapier im Airfryer.

Aufbewahren und Aufwärmen

Ausgekühlte Plätzchen halten sich in einer gut schließenden Blechdose 2 bis 3 Wochen, mit Papier zwischen den Lagen. Sind sie weich geworden, gib sie 2 Minuten bei 150 °C in den Airfryer und lass sie auf dem Gitter wieder auskühlen – dann sind sie wieder knusprig. Der rohe Teig hält sich eingewickelt 3 Tage im Kühlschrank und bis zu 2 Monate im Gefrierfach, ausgestochene Plätzchen kannst du ebenfalls einfrieren und gefroren backen (1–2 Minuten länger).

Variationen

  • Zitronen- oder Orangenplätzchen: Gib die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone oder Orange in den Teig.
  • Kakaoplätzchen: Ersetze 20 g Mehl durch 20 g Kakaopulver. Die Plätzchen sehen schneller dunkel aus, achte also auf den Geruch statt auf die Farbe.
  • Sandwich-Plätzchen: Streiche nach dem Backen etwas Johannisbeergelee auf die Unterseite eines Plätzchens und setze ein zweites mit Loch darauf.

Wenn etwas nicht klappt

Die Ränder sind dunkel, die Mitte blass
Die Temperatur war zu hoch oder die Plätzchen zu dünn. Bleib bei 150 °C, rolle nicht dünner als 4 mm aus und prüfe schon nach 5 Minuten.
Die Plätzchen verlieren ihre Form
Der Teig war zu warm. Kühle ausgestochene Plätzchen vor dem Backen 10 Minuten im Gefrierfach und lege nur so viel Teig auf einmal auf die Arbeitsfläche, wie du gleich ausstichst.
Die Plätzchen fliegen im Korb herum
Sehr leichte Teigstücke und Papier werden von der Umluft bewegt. Drücke die Plätzchen leicht auf das Papier, halte das Papier nicht größer als den Korbboden und lege es nie leer in das heiße Gerät.

Fragen und Antworten

Kann man Plätzchen im Airfryer backen?

Ja, Mürbeteig-Plätzchen gelingen bei 150 °C in rund 7 Minuten. Der Haken ist die Menge: Pro Durchgang passen nur 8 bis 10 Stück, für große Backaktionen ist der Backofen praktischer.

Wie lange müssen Plätzchen im Airfryer backen?

Dünne Ausstechplätzchen von 4 mm brauchen bei 150 °C etwa 7 Minuten, dickere von 6 mm 9 bis 10 Minuten. Fertig sind sie, wenn die Ränder hellgolden sind.

Funktioniert das auch in der Heißluftfritteuse mit zwei Körben oder mit Backprogramm?

Ja, jede Heißluftfritteuse mit Korb reicht aus. Stelle die Temperatur manuell auf 150 °C oder nutze ein Programm wie Backen oder Heißluft. Bei Geräten mit zwei Körben nimmst du nur einen Korb und backst jeden einzeln.

Was ist der Unterschied zwischen Plätzchen und Kekse im Airfryer?

Plätzchen sind kleines, dünnes Weihnachtsgebäck aus Mürbeteig, das ausgestochen und bei niedriger Hitze gebacken wird. Cookies und Alltagskekse sind dicker, weicher und brauchen 160 °C – dafür gilt das Rezept für Kekse im Airfryer.

Brauche ich ein Blech oder Backpapier im Korb?

Ein Backblech passt in den Korb nicht. Nutze ein Stück Backpapier in Korbgröße oder ein gelochtes Backpapier für Airfryer, damit der Teig nicht am Gitter klebt.

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