Kekse im Airfryer

Für ein paar frische Kekse oder Cookies den großen Backofen anzuheizen lohnt sich kaum. Der Airfryer ist in wenigen Minuten heiß und backt kleine Mengen schnell und gleichmäßig. Du bekommst Kekse und Cookies mit knusprigem Rand und weichem Kern – wenn du die Teigmenge pro Durchgang klein hältst und die Hitze nicht zu hoch stellst.

Zum Rezept
Runde Schokokekse mit knusprigen goldenen Rändern und Schokostückchen auf einem Abkühlgitter, einer in der Mitte gebrochen
Temperatur
160°C
Gesamtzeit
1:12Std.
Vorbereitung
15Min.
Portionen
8
Pro Portion
325kcal

Warum der Airfryer für Kekse so gut funktioniert

Kekse brauchen kräftige, kurze Hitze: Der Rand soll fest werden, während die Mitte noch weich bleibt. Im kleinen Garraum des Airfryers ist die Luft schon nach wenigen Minuten auf Temperatur, und die Umluft sorgt für eine gleichmäßige Bräunung ohne Wenden. Deshalb sind Kekse im Airfryer ideal, wenn du spontan Lust auf frisches Gebäck hast und nur eine Handvoll brauchst.

Der Haken ist die Größe des Korbs: Mehr als 6 Kekse passen nicht auf einmal hinein, und direkt am Heizelement bräunt der Teig schneller als im Ofen. Darum backst du bei 160 °C statt der üblichen 180 °C und in mehreren kurzen Runden. Wer so vorgeht, bekommt Kekse mit knusprigem Rand und weichem Kern, die sich nicht von Ofenkeksen unterscheiden.

So machst du Kekse im Airfryer

Tippe auf eine Zeit, um einen Timer zu starten.

  1. Teig rühren Verrühre die weiche Butter mit braunem Zucker, Zucker und Vanillezucker, bis die Masse hell und cremig ist. Rühre das Ei unter. Vermische Mehl, Backpulver und Salz, gib alles dazu und verknete es kurz, bis ein glatter Teig entsteht. Hebe die Schokotropfen unter.
  2. Kühlen und formen Stelle den Teig in den Kühlschrank, dann lässt er sich leichter formen und verläuft später weniger. Forme 16 Kugeln von je etwa 30 g und drücke sie auf rund 1 cm Dicke flach.
  3. Vorheizen und auflegen Heize den Airfryer auf 160 °C vor. Lege ein Stück Backpapier in den Korb, das ringsum Platz lässt, und setze 6 Kekse mit mindestens 3 cm Abstand darauf. Das Gewicht der Kekse hält das Papier am Boden.
  4. Backen Backe die erste Runde bei 160 °C. Die Ränder sollen goldbraun sein, die Mitte darf noch weich aussehen. Haben deine Kekse nach schon Farbe, nimm sie früher heraus.
  5. Auskühlen lassen Lass die Kekse auf dem Papier ruhen, bis sie fest genug zum Anheben sind, und lege sie dann auf ein Gitter. Backe die nächsten beiden Runden mit je auf demselben Papier, die letzte Runde besteht aus 4 Keksen.

Zeiten und Temperaturen

KekseTemperaturZeit
Schoko-Kekse, 6 cm6 Kekse pro Durchgang160 °C9 min
Haferkekse50 g Haferflocken statt 50 g Mehl160 °C8–9 min
Plätzchen aus Mürbeteig4 mm dick ausgerollt150 °C6–8 min
Teigkugeln tiefgekühlt160 °C11–12 min
Große Kekse, 9 cmNur 3 pro Durchgang160 °C11–12 min

Die Zeiten sind Richtwerte und hängen von Größe und Leistung deines Airfryers ab. Siehe auch Zeiten und Temperaturen für alle Gerichte.

Tipps

  • Teig kühlen. Kalter Teig verläuft weniger und bleibt innen saftiger. Wenn es schnell gehen muss, reichen 15 Minuten im Gefrierfach.
  • Gleich große Kugeln formen. Eine Küchenwaage oder ein Eisportionierer sorgt dafür, dass alle Kekse zur gleichen Zeit fertig sind.
  • Nachgaren lassen. Kekse werden erst beim Abkühlen richtig fest. Nimm sie heraus, wenn die Mitte noch eine Spur weich aussieht.

Servieren

Frische Kekse schmecken lauwarm zu Milch, Kaffee oder einer Kugel Vanilleeis. Wenn du schon dabei bist, passen dazu auch Brownies im Airfryer oder Cupcakes für eine kleine Kuchentafel. Wer nur eine kleine Runde Kekse im Airfryer backt, hat zudem ein schnelles Dessert für Gäste.

Aufbewahren und Aufwärmen

In einer Keksdose halten sich die Kekse bei Raumtemperatur 4–5 Tage, zwischen Backpapierlagen bleiben sie am längsten knusprig. Sind sie weich geworden, hilft der Airfryer: 2–3 Minuten bei 150 °C machen sie wieder knusprig. Rohe Teigkugeln kannst du einfrieren und bei Bedarf frisch backen.

Variationen

  • Haferkekse: Ersetze 50 g Mehl durch zarte Haferflocken und gib eine Prise Zimt dazu. Die Kekse werden herzhafter und etwas krümeliger.
  • Nuss und Rosinen: Statt Schokolade passen gehackte Walnüsse oder Haselnüsse und eine Handvoll Rosinen in den Teig.
  • Doppelt Schoko: Tausche 20 g Mehl gegen Kakao und nimm helle und dunkle Schokolade im Mix.

Wenn etwas nicht klappt

Der Boden ist dunkel, die Mitte noch roh
Die Hitze war zu hoch oder die Kekse zu dick. Bleib bei 160 °C, drücke den Teig auf 1 cm flach und backe lieber 1 Minute länger, statt die Temperatur zu erhöhen.
Die Kekse laufen ineinander
Der Teig war zu warm oder die Abstände zu klein. Kühle den Teig vorher und lege höchstens 6 Kekse pro Durchgang in den Korb.
Das Backpapier fliegt hoch und verbrennt
Das Papier ist zu leicht und wird von der Umluft angehoben. Lege es nie leer in den heißen Korb, sondern immer gleich mit den Keksen beschwert und schneide es nicht größer zu als den Korbboden.

Fragen und Antworten

Wie lange müssen Kekse im Airfryer backen?

Bei 160 °C brauchen Kekse von etwa 6 cm Durchmesser 8–10 Minuten. Haferkekse sind nach 8–9 Minuten fertig, sehr dicke Kekse brauchen bis zu 12 Minuten.

Kann ich Plätzchen im Airfryer backen?

Ja, Ausstechplätzchen aus Mürbeteig gelingen bei 150 °C in 6–8 Minuten. Rolle den Teig 4 mm dick aus und backe nur kleine Mengen, weil sie leicht und schnell bräunen.

Funktionieren Kekse in der Heißluftfritteuse ohne Backpapier?

Ja, aber der Teig klebt am Gitter. Fette den Korb dünn ein oder nutze ein gelochtes Backpapier. Ein Papierstück in Korbgröße ist am sichersten.

Kann ich den Teig vorbereiten?

Fertiger Teig hält sich eingewickelt 3 Tage im Kühlschrank und bis zu 2 Monate im Gefrierfach. Gefrorene Teigkugeln brauchen nur 2–3 Minuten länger.

Wie gefällt dir das Rezept?

4,9 von 5 · 152 Bewertungen